Seit gestern ist Essen stellvertretend für das ganze Ruhrgebiet „Kulturhauptstadt Europas 2010“. Nach Berlin (West, 1988) und Weimar (1999) ist Essen die dritte Deutsche Stadt, der diese Ehre zuteil wird. Ein Novum ist dabei sicherlich, dass damit eine ganze Region Kulturhauptstadt wird.
Gestern gab es auf Zollverein in Essen die offizielle Eröffnung des Kulturhauptstadtjahres, bei der u.a. auch Herbert Grönemeyer seine neue Ruhrgebietd-Hymne „Komm zur Ruhr“ präsentierte. Von „Herbie“ kann man ja halten, was man will, ich mag ihn nicht. Man versteht seine Texte kaum (von der Aussprache her), und das Ruhrpott-Kind ist er auch nicht. Geboren wurde er in Göttingen. Und wenn er so stolz auf „seine“ Stadt Bochum ist, warum lebt er dann in London und Berlin?
In meinen Augen ist die wahre Ruhrgebiets-Hymne „Glück Auf, Ruhrgebiet“ vom Spardosen-Terzett:
Hatte ich eben im Feedreader: Ein Schockvideo, um AutofahrerInnen für die Gefahr zu sensibilisieren, die von der Handy-Nutzung, besonders SMS, am Steuer eines Kraftfahrzeuges ausgeht.
Aber Achtung: Das Video ist nichts für schwache Nerven, und ist auch erst ab 18 Jahren freigegeben. Um es anzuschauen, müsst ihr euch bei YouTube anmelden.
Sowohl der Zentralrat der Muslime, als auch der vom FC Schalke 04 beauftragte Islamwissenschaftler Professor Dr. Bülent Ucar sehen in der umstrittenen 3. Strophe des Schalker Vereinsliedes weder Blasphemie, noch eine Beleidigung oder Verunglimpfung des Propheten. Beide sind der Meinung, dass man das Ganze mal mit etwas Humor nehmen sollte, und genau so sehen es auch die Schalke-Fans. Auch die muslimischen Glaubens
Mohammed war ein Prophet
Der vom Fußballspielen nichts versteht.
Doch aus all der schönen Farbenpracht
Hat er sich das Blau und Weiße ausgedacht.
Zur Geschichte des Vereinsliedes folgende Passage aus der Stellungnahme des FC Schalke 04:
In der ursprünglichen erstmals 1935 dokumentierten Textversion des Vereinslieds war die Passage nicht enthalten. Als der bekennende Schalke-Fan und Musiker Hans König Ende der 50er Jahre „Blau und Weiß“ als Schallplatte aufnehmen wollte, war ihm der alte Text jedoch teilweise nicht mehr geläufig. Also verfasste er einen neuen und orientierte sich dabei sehr stark am Volkslied „Grün ist Wald und Flur“, dem „Blau und Weiß“ seine Melodie verdankt. In diesem taucht der Religionsstifter des Islam sehr wohl auf: Mohammed war ein Prophet/Der von Farben allerlei versteht./Und aus aller Farbenpracht/Hat er sich doch das schöne Grün auserdacht. Grün ist schließlich die Farbe des Islam. König dachte sich offensichtlich, dass jemand der „von Farben allerlei versteht“ sich dann auch selbstverständlich das Blau und Weiße seines Vereins auserdenken könnte. So fand Mohammed Eingang in das Vereinslied.
[Quelle]
Ich hätte jetzt gerne noch einen Twitter-Kommentar von Dieter Nuhr nachgeschoben, aber er hat den Tweet scheinbar gelöscht. In twhirl kann ich ihn zwar noch lesen, aber auf Dieters Twitterseite steht er nicht mehr. Deshalb verzichte ich hier auch auf das Zitat.
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